Der Beruf des Schirmmachers

Befestigung Bespannung

Befestigung Bespannung

Schirmmacher sind dazu da exklusive Schirme zum Schutz vor den Launen der Natur zu entwerfen und schließlich eben auch zu fertigen. Diese Launen der Natur waren zunächst einmal die Sonne und schließlich kam auch der Trend auf Schirme zum Schutz vor Regen und sonstigem Niederschlag zu entwerfen und zu benutzen.

Der Beruf des Schirmmachers ist ein sehr alter Beruf. Auch heutzutage ist er immer noch ein anerkannter Ausbildungsberuf, den man innerhalb von einer drei jährigen Ausbildung erlernen kann. Als Gesellenprüfung wird zumeist eine Schirmfertigung verlangt. Diese Fertigung ist in der Regel zeitbegrenzt. So wird sie oft auf etwa vier Stunden beschränkt. Nach einer abgelegten Meisterprüfung kann sich der Geselle dann schließlich mit einem eigenen Laden Selbstständig machen.

Schon seit der Zeit der alten Ägypter werden Schirme und Sonnensegel von diesen sogenannten Schirmmachern gefertigt und verkauft. Zu diesen Zeiten war der Schutz vor der Sonne allerdings noch den Herrschern und wichtigen Personen vorbehalten. Später wurde der Beruf (oder eben einfach der Sonnenschirm) jedoch so populär das jeder der etwas auf sich hielt einen Sonnenschirm hatte. Der Sonnenschirm unterstützte perfekt das Schönheitsideal der eleganten und vornehmen Blässe. Im 17. Jahrhundert hatte der Beruf dann schließlich seine Blütezeit. Der Sonnenschirm wurde in der Modewelt populär, sodass jede Frau einen haben musste. Die Schirmmacher hatten die Möglichkeit neue Trends zu setzten und wenn sie Glück hatten, dann wurden ihre Schirme auf der ganzen Welt von feinen Damen getragen.

Schirmgestänge

Schirmgestänge

Der Beruf des Schirmmachers ist jedoch auch in anderen Belangen als seiner Geschichte ein ganz und gar besonderer. Obwohl mittlerweile sehr viele ( um nicht zu sagen ein Großteil) aller Sonnen- und auch Regenschirme aus Metall, ein Material, mit dem auch die Mitarbeiter der Unfallreparatur Heinsberg viel zu tun haben, gefertigt werden, gilt der Beruf immer noch als ein Holzhandwerk. Und der Kauf dieser von ausgebildeten Schirmmachern entwickelten Modelle lohnt sich auf viele Weisen. Denn wie bei fast allen anderen Dingen auch gilt: Handgefertigte Sachen sind günstigeren Industriell gefertigten Produkten wie etwa aus China vorzuziehen. Sie bestechen zum einen mit sehr viel längerer Lebensdauer die sich durch robustere Fertigung und weitaus besseres Material ergründet, als auch mit besserer Funktionalität. In der Regel lassen sich gut durchdachte, handgemachte und von guten Ingenieuren entwickelte Schirme leichter Öffnen und schützen besser vor der Sonne als Produkte der Industrie die auf absolute Kostengünstigkeit setzen. Wie bei sehr vielen anderen Dingen gilt also ein kleiner Preis ist nicht gleich ein guter Preis. Wer einen guten Schutz haben will sollte also nicht allzu penibel auf seinen Geldbeutel achten. Denn wenn er sich danach alle paar Monate neue Schirme kaufen muss, oder einen unzureichenden Schutz hat, dann hat der Preis im Endeffekt nur Nachteile aufgetan.

Die rein Industrielle Produktion der Schirme lässt den Beruf der Schirmmacher rar werden. Die Dinge entwickeln sich sogar so, dass man davon ausgehen kann, dass dieser stark traditionsreiche Beruf in absehbarer Zeit ausstirbt. Dabei ist der Beruf Schirmmacher durchaus nicht der einfachste Ausbildungsberuf den man sich wählen kann. Man muss ein ziemlich breit gefächertes Repertoire von Fähigkeiten und Kenntnissen haben um den Beruf erfolgreich ausführen zu können und überhaupt erst einmal erlernen zu können. Allein der Umgang mit den verschiedenen Stoffen die für Schirme benutzt werden fordert einige Fähigkeiten die nicht unbedingt jeder Jugendliche von Haus aus erlernt. Man muss die Stoffe äußerst genau abmessen, zuschneiden, zusammen nähen und schließlich noch eventuell Dämpfen und nachträglich Imprägnieren (wenn der Schirm wasserfest werden soll). Jedes Bestandteil eines Schirmes braucht mehr als nur eine Fertigkeit in der man sich beweisen muss wenn man sich einen guten Schirmmacher nennen will. Das Gestell muss gebohrt, gefräst, gedreht und gefeilt werden und das nicht nur bei Holz. Viele Schirmgestelle sind heutzutage aus Werkstoffen wie Aluminium oder ähnlichem. Der Schirmmacher muss also auch Metallarbeiten beherrschen und das ganze auf den Millimeter genau! Zu guter Letzt muss der Schirmmacher noch ein Talent mitbringen, welches ganz am Anfang jeder Produktion steht: Kreativität. Kreativität ist niemals schlecht, doch gerade der Schirmmacher ist auf sie angewiesen. Er muss äußerst Innovativ denken, neue Technologien entwickeln die entweder die Bedienbarkeit des Schirms, dass Aussehen des Schirms oder einfach den Schutz den der Schirm liefern kann verbessern. Diese müssen in der Regel auch zunächst mal aufs Papier gebracht werden. Das bedeutet das der Schirmmacher zu allem andern noch Zeichnen können muss und alle wichtigen Eigenschaften haben muss die für eben dies von Vorteil sind.

Die Leistung der Schirmmacher wird auch honoriert. In Italien gibt es einen ganz besonderen Ort an dem sich viele Schirmmacher verewigen konnten. Das Schirmmuseum : Museo dell'ombrello e del parsole. In diesem Museum werden einige Meisterstücke der Schirmgeschichte und der Schirmfertigung vorgestellt, auf verschiedene Arbeitstechniken bei der Schirmfertigung eingegangen und das Leben einiger Schirmmacher vorgestellt. Es ist ein historisches Museum, was einen historisch nicht unbedeutenden Beruf der Welt näher bringt.