Die Geschichte der Sonnenschirme

Pendalex P

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Schirme (und nicht nur Sonnen- sondern auch Regenschirme) gelten seit jeher als elegant. Sonnenschirme sind im Gegensatz zu Regenschirmen zumeist nicht Wasserfest. Sie sind lediglich dazu da die menschliche Haut vor der Sonne zu schützen und einen angenehm kühlenden Schatten herzustellen. In den letzten Jahrzehnten sind die Anforderungen an Sonnenschirme deutlich gestiegen. Die UV Strahlung wird ein immer wichtigeres und beachtenswerteres Thema. Doch dazu später mehr.

Die ersten Sonnenschirme wurden schon im alten Ägypten benutzt. Damals waren die Schattenspendenden Geräte jedoch den Herrschern und sehr reichen Leuten vorbehalten. Das der Sonnenschirm schon im alten Land der Pharaonen bekannt und sehr geschätzt war, bedeutet das er gute 3 bis 4000 Jahre älter ist als der allgemeine Regenschirm welcher erst ende des 18. Jahrhunderts populär wurde. Einen großen Anklang fand der Sonnenschirm dann auch bei den alten Römern und Griechen, die ihren reichen Leuten größere Baldachine trugen um ihnen Schatten zu spenden.

Nach dieser Zeit blieb der Regenschirm im Grunde genommen immer auf dem gleichen Popularitätsgrad. Die großen Baldachine die im Römischen Reich noch von Sklaven und einfachen Dienern getragen wurden, waren für die einzelne Person zu schwer, groß und unhandlich. So war es perfekt für den Sonnenschirm, dass zu Beginn des 17. Jahrhunderts die ersten Handgefertigten Schirme hergestellt wurden, die so groß waren, dass sie ohne Probleme auch von feinen Damen getragen werden konnten. Diese ersten Modelle der Sonnenschirme in Europa unterschieden sich zu den ersten Modellen des Regenschirms knapp zwei Jahrhunderte später in genau zwei Dingen. Die Regenschirme waren von Anfang an Regenfest (Sonnenschirme sind es bis heute nicht). Der zweite unterschied war, dass der Sonnenschirm in der Regel etwas kleiner von der Schirmfläche war als der Regenschirm. Heutzutage gibt es natürlich viele Standschirme die die Fläche jedes Regenschirms um das Vielfache übertreffen. Diese großen Varianten der Sonnenschirme treten bis heute in den meisten Gärten oder in Cafes auf um dort ausreichend Schatten für alle zu spenden und gleichzeitig schön auszusehen. Schon von der Erfindung des ersten Handsonnenschirms im frühen 17. Jahrhundert an, gelten Sonnenschirme als Mode Accessoire bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden die handlichen Hautschützer von der ganzen Damenwelt als nützlicher Modeschmuck im Freien benutzt. So veränderte sich der Sonnenschirm auch immer wieder mit der Mode. Die Anzahl der Speichen wechselte sowie die Länge des Stils, die Verzierungen des Stoffes oder auch einfach die Größe des gesamten Schirms. Künstler wie Monet verliehen dem Sonnenschirm zusätzlichen Ruhm. Er malte eine Reihe von Bildern die eine feine Dame mit Sonnenschirm und einen kleinen Jungen zeigten. Diese Sonnenschirmbilder sind ebenso bekannt wie Monets berühmter Seerosenteich oder sein House of Parliament.

Sombrano

Sombrano

In Südlichen Ländern Europas, wie Spanien oder Italien sowie Asiatischen Ländern wie China oder Japan sind auch heutzutage noch per Hand tragbare Sonnenschirme üblich und modern. In diesen Ländern ist es von Natur aus gegeben, dass die Menschen üblicherweise durch die Sonneneinstrahlung gebräunt sind. Ähnlich wie es hier bei den "blasseren" Ländern üblich ist, dass eine sanfte bräune von den meisten als schön betrachtet wird, so ist auch das Schönheitsideal in eben diesen Ländern umgekehrt zu dem Normalfall. Es gilt in China zum Beispiel (ähnlich wie hierzulande im Barock) das Schönheitsideal der vornehmen Blässe. Auch Japanische Unterhaltungskünstlerinnen (die sogenannten Geishas) schminken sich auch heute noch sehr weiß. Sie gelten als besonders hübsch und ihre Dienste in den Unterhaltungsvierteln Japans sind besonders teuer.

Doch auch wenn das hier gängige Schönheitsideal bräune ist, so ist zu viel Sonneneinstrahlung (und damit nämlich auch UV Einstrahlung) nicht gut für den Körper. Man bekommt schmerzhaften Sonnenbrand und im schlimmsten Fall Melanome. Ab 1980 kamen die UV Schutz Diskussionen auf. Seitdem werden sehr hohe Anforderungen an das Material gestellt was die UV Durchlässigkeit angeht: Schirmbezüge werden in sogenannte UPF Klassen eingeteilt. Dabei ist 10-19 wenig, 20-29 ausreichend hoher Schutz, 30-39 sehr hoher Schutz und 50+ der nach heutigen Möglichkeiten maximale Schutz. Man sollte demnach nach Möglichkeit immer nach einem Schirm Ausschau halten dessen Schirmstoff die Wertung UPF 50+ hat. Diese Schirme bestehen zumeist aus Aluminiumfasern (seltener) oder aus Acrylfasern oder Polyester.

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