Die Ursache von zu viel Sonneneinwirkung: Der schwarze Hautkrebs

Parasol
Melanome sind bösartige Tumore. Während ihrer Entwicklung siedeln sich schon sehr früh Metastasen in der Lymphe und den Blutbahnen an und wandern somit sehr schnell zu anderen Stellen im Körper. Metastasen sind definierte Absonderungen der gefährlichen Tumore. Wenn ein Tumor Metastasen gebildet hat, verteilen diese sich schnell an verschiedenen Stellen. Wenn also ein Patient Hautkrebs hat und sich bereits Metastasen gebildet haben sinken seine Heilungschancen drastisch. Der schwarze Hautkrebs ist die Hautkrankheit die auf der ganzen Welt am häufigsten tödlich verläuft. Und da einer ihrer Ursachen die Sonne ist, die täglich mehrere Millionen bestrahlt, ist die Anzahl der Neuerkrankungen sehr hoch. In unserem mäßig sonnigen Mitteleuropa liegt die Neuerkrankungsrate bei ca. 10 neu erkrankten Menschen auf 100000 gesunde Menschen (In den USA 30-45 auf 100000). Ganz speziell in Deutschland erkranken jährlich 15000 Menschen an der gefährlichsten Hautkrankheit der Welt (Etwa 2000 Deutsche Einwohner sterben jährlich an dieser Krankheit!). Das Schönheitsideal der nördlichen Länder ist ganz klar: wer braun ist, ist schön! Und aufgrund dieses Schönheitsideals liegen Tag für Tag Menschen in ihrem Urlaub an den Stränden südlicher Länder und bräunen sich ihre Körper. Oft tun sie dies ohne den dringend nötigen UV Schutz! Denn die Sonne ist ganz klar der stärkste natürliche Faktor, der die Bildung von dem schwarzen Hautkrebs zusätzlich zu anderen Faktoren fördert. Wenn man also in die Sonne gehen will, dann sollte man sich darüber im Klaren sein welchen Hauttyp man besitzt. Denn dieser spielt ebenfalls eine sehr große Rolle bei der Anfälligkeit für Malignes Melanom. Wenn man einen sehr hellen Hauttyp hat ist man sehr viel anfälliger gegen UV Strahlung und damit für schwarzen Hautkrebs als wenn man natürlich dunkel ist. Doch selbst in Afrika bekommen die Einwohner Sonnenbrand und auch Hautkrebs (selbst wenn dies in der Regel sehr viel länger dauert als bei hellhäutigen Personen). Ein weiterer Verbreitungsgrund für Malignes Melanom ist die Vererbbarkehit der Krankheit. Diese kann auch Generationen überspringen und Menschen welche die erhöhte Veranlagung für schwarzen Hautkrebs besitzen sollten sich erst Recht gegen die Sonneneinwirkung und UV Strahlung schützen. Doch trotz großer Aufklärungsaktionen gilt das Schönheitsideal immer noch und es wird sich wenn dann nur unzureichend gegen die UV Strahlung geschützt. Mittlerweile hat sich Malignes Melanom zu der häufigsten Krebsart der Welt bei jungen Frauen entwickelt. Und seine Verbreitung hört nicht auf! Man geht davon aus, dass sich die Anzahl der erkrankten Personen Weltweit alle sieben Jahre um das doppelte erhöht. Angesichts der Zahlen die schon heutzutage um die Welt gehen ist diese Aussage erschreckend. In 14 Jahren wäre die Anzahl der erkrankten Personen in Deutschland dann jährlich schon bei 60000 Menschen! Doch es gibt auch Hoffnung. Denn wenn der schwarze Hautkrebs früh erkannt wird, dann kann er zumeist auch chirurgisch entfernt werden. Dabei ist es wichtig, dass er im Gesamten entfernt wird, sodass möglichst keine Rückstände bleiben. Wenn dies nicht gelingt kann der Tumor sich weiter entwickeln und trotz Früherkennung die besonders gefährlichen Metastasen bilden. Doch wie wird der schwarze Hautkrebs so früh erkannt, dass der Tumor ohne größere Probleme entfernt werden kann? Warnsymbole liegen sehr oft in den sogenannten Leberflecken. Von diesen gehen fast 40% aller Erkrankungen aus. Man hat also selber eine sehr große Möglichkeit zu kontrollieren ob man gefährdet ist oder nicht. Besonders Personen, die Melanom erkrankte, direkte Verwandte haben, sollten ab und zu einen Blick auf ihre Muttermale werfen. Alle weiteren Untersuchungen bei Verdachtsfällen beim Arzt sind dann ohne weitere Anstrengung zu unternehmen und natürlich kostenlos. Wann sollte man zum Arzt gehen und seine Muttermale untersuchen lassen? Es gibt 5 Kriterien nach denen man Muttermale untersuchen kann. Nachdem man 2 von diesen 5 Kriterien entdecken konnte wird in der Regel zu einer vorsorglichen Entfernung des Leberflecks. Zum einen sollte man darauf achten, dass das Muttermal nicht Asymmetrisch ist. Das heißt wenn der Leberfleck nicht rund oder oval ist sondern eine absolut undefinierbare Form besitzt sollte man etwas misstrauischer werden. Wenn der besagte Leberfleck dann auch noch dazu größer als 5 Millimeter im Durchmesser besitzt, dann steigen die Chancen, dass man an Malignes Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, erkrankt ist wiederum. Auch darauf achten sollte man, wenn die Muttermale (oder ein Muttermal) sich sehr plötzlich auf sonst Flachem Grund gebildet hat, wenn es eine unscharfe oder nicht klar erkennbare Begrenzung hat oder wenn es unterschiedlich Pigmentiert ist. Das bedeutet: Wenn es ein Muttermal ist was an einer Stelle extrem dunkel ist und an einer anderen Stelle relativ hell. Bei dunkelhäutigen Menschen geht die Krankheit sehr oft von den etwas helleren Hautpartien aus (also etwa von den Handflächen). Wenn man also mehrere dieser 5 Kriterien bei einem Pigmentfleck erkennen kann, ist es sicherer zu einem Arzt zu gehen. (Man kann sich auch zunächst erst einmal eine zweite Meinung einholen.)
Wenn in späteren Stadien erkannt wird, dass man an dem bösartigen Tumor leidet und sich eventuell sogar schon Metastasen in Lymphe und inneren Organen angesiedelt haben, so sind die Heilungschancen geringer und die Methoden anstrengender und langwieriger sind. Dennoch gibt es mittlerweile selbst in diesen Stadien Mittel und Therapien die zumindest (aber auch: leider im Normalfall nur) zeitweise Besserung versprechen können. Auch gibt es beim heutigen Stand der Medizin erfolgversprechende Chemotherapien, die erkrankten Hoffnung geben können.
